PT-12 Lactobacillus salivarius

29,50

Biologisches Arzneimittel für Heimtiere

1 Packung PT-12 enthält 10 Beutel.

Beschreibung

Zur Anwendung bei:
Ziervögeln, Brieftauben, Terrarientieren, Kleinnagern, nicht der Lebensmittelgewinnung dienenden Kaninchen.

Zusammensetzung:
arzneilich wirksamer Bestandteil: 1 Beutel (= 5 g) PT-12 enthält 5 Milliarden KBE (koloniebildende Einheiten) lyophilisierte lactobacillus salivarius Bakterien. Sonstiger Bestandteil: Maisstärke.

Darreichungsform: Pulver.

Art der Anwendung: Verabreichung über das Futter.

Anwendungsgebiete:

  • Dysbakterie, dysbakteriell bedingter Durchfall, Verdrängung und Hemmung von Enterobacteriaceae, Streptokokken, Staphylokokken und Sprosspilzen.
  • Stabilisierung der physiologischen Dünndarmflora (bei Allgemeinerkrankungen, Stress, Futterumstellungen) und als Schutz vor Reinfektionen mit pathogenen Erregern.
  • Zur Unterstützung bei Antibiotika- und Anthelmintikagaben.
  • Zum Aufbau einer zielgerechten, gutmütigen Dünndarmflora (Handaufzucht).

Gegenanzeigen:
Nicht bei Tieren anwenden, die der Lebensmittelgewinnung dienen.

Nebenwirkungen:
Es sind keine bekannt. Sollten Sie eine Nebenwirkung feststellen, teilen Sie diese bitte Ihrem Tierarzt, Apotheker oder dem pharmazeutischen Unternehmer re-scha mit.

Wichtiger Hinweis zur Anwendung:
PT-12 über das Trinkwasser nur dann verabreichen, wenn gewährleistet ist, dass die Tiere das Wasser sofort aufnehmen. Laktobazillen setzen sich im Trinkwasser sehr schnell am Boden ab. Die Lebensfähigkeit der Laktobazillen nimmt mit zunehmender Verweildauer im Trinkwasser rasch ab. Am besten ist die Applikation über das Futter.

Besondere Lagerungshinweise:
PT-12 ist unter Tiefkühlbedingungen, d.h. bei mindestens -18° Celsius (in der Gefriertruhe bzw. im Gefrierschrank), zu lagern. Das PT-12-Produkt wurde unter „worst-case-Bedingungen“ auf Transportsicherheit getestet. Die Ergebnisse dieser Prüfung haben gezeigt, dass das Produkt ungekühlt, auch im Sommer bei hohen Außentemperaturen, unbedenklich über mehrere Tage transportiert werden kann, ohne dass ein negativer Einfluss auf die Produktqualität entsteht. Bei der Lagerung im Kühlschrank (4 – 6° Celsius) sollte das Produkt innerhalb von 4 Wochen verbraucht werden. Angebrochene Beutel bitte mit einer Klammer versehen.

Zusätzliche Informationen

Anwendung bei Altvögeln

Bei der Erstanwendung sollte PT-12 über einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen verabreicht werden. Folgeanwendungen können zweimal im Monat erfolgen, auch einmal wöchentlich ist zur Prophylaxe gegen pathogene Keime möglich. Bei Durchfall (bakterieller oder mykotischer Art) sollte PT-12 mindestens 14 bis 21 Tage lang appliziert werden. Zur unterstützenden Behandlung der Macrohabdiose, einer Krankheit, die durch Megabakterien bzw. Macrohabdus ornithogaster ausgelöst wird, ist über einen Behandlungszeitraum von drei bis vier Wochen neben dem Einsatz eines antimykotischen Medikaments der Einsatz von PT-12 sinnvoll. In diesem Fall sollte PT-12 mindestens sieben Tage länger als das Antimykotikum verabreicht werden. Zum Schutz vor Reinfektionen mit Macrohabdus ornithogaster sind in regelmäßigen Abständen – in der Anfangszeit zweimal 14-tägig – Applikationen von PT-12 empfehlenswert. Während und nach Antibiotika- und Antiparasitikagaben sollte PT-12 täglich bis zur Besserung sowie einige Tage darüber hinaus eingesetzt werden.

Bei vorhersehbaren Stresssituationen (durch Futterumstellungen, Transport, Ausstellung etc.) ist es ratsam, PT-12 zur Vorbeugung gegen Dysbiosen zwei- bis dreimal wöchentlich, beginnend eine Woche vor dem Ereignis, zu verabreichen.

PT-12 kann direkt über das Körnerfutter, Weichfutter- bzw. Keimfutter, Aufzuchtfutter oder Obst appliziert werden. Als Hilfsmittel zur Bindung ans Futter hat sich das re-scha-Produkt Frutin bewährt.

Dosierung:

Bei Kleinvögeln (z. B. Cardueliden, Wellensitichen, Kanarien) 1 Beutel PT-12 für 50 bis 60 Vögel pro Tag.

Bei Großsittichen und Papageien 1 Beutel PT-12 für 25 bis 30 Vögel pro Tag.

Bei der Einzeltieranwendung: Kleinvögel (z. B. Wellensittiche) erhalten ca. einen viertel Messlöffel, Großvögel (z. B. Papageien) mindestens einen gestrichenen Messlöffel pro Tag. Ein Messlöffel, gestrichen gefüllt, enthält 0,2 g PT-12.

Anwendung bei Jungvögeln

Handaufzuchten
Ein interessantes Anwendungsgebiet für das PT-12 ist der Einsatz bei Handaufzuchten (z. B. Papageienbabys). Hier gehört das PT-12 schon in die erste Nahrung. So erzielt man in den ersten Lebenstagen der Vögel die beste Ansiedlung im Dünndarm für die PT-12-Laktobazillen. In dieser Zeit sind üblicherweise die Rezeptoren, also die Anheftungsstellen für Bakterien, im Dünndarm noch nicht vollständig besetzt. Die Laktobazillen finden so genügend Anheftungsstellen, die dann von pathogenen, also krankmachenden Bakterien nicht mehr besetzt werden können.

Anwendung bei Papageienbabys in der 1. Lebenswoche
Maximal ein halber Messlöffel wird auf mindestens drei Mahlzeiten am Tag verteilt gegeben bzw. in den auf Körpertemperatur abgekühlten Futterbrei eingerührt.

Anwendung bei Papageienbabys nach der 1. Lebenswoche
Etwa ein halber Messlöffel wird einmal pro Tag in den Futterbrei eingerührt und bis zum Alter von fünf bis sechs Wochen täglich verabreicht. Die PT-12-Laktobazillen halten pathogene Erreger fern und sorgen für eine optimale Verdauung des Futterbreies.

Anwendung bei natürlicher Aufzucht
Natürliche Aufzucht bedeutet, dass die Jungtiere über die Elterntiere gefüttert werden. PT-12 wird in diesem Fall über die Elterntiere verabreicht, die wiederum über den eigenen Kropfbrei die Laktobazillen an ihre Jungtiere weitergeben. Die PT-12-Applikation beginnt ca. zwei Tage, bevor das erste Jungtier geschlüpft ist. Die Dauer der Anwendung und die Höhe der Dosis hängen vom Gesundheitszustand der Elterntiere ab. Bei einem guten Gesundheitszustand der Elterntiere wird je nach Körpergewicht 1 Beutel für 40 bis 60 Vögel pro Tag verwendet und mindestens solange verabreicht, bis das zuletzt geschlüpfte Jungtier PT-12 mindestens 7 Tage lang erhalten hat. Befinden sich die Elterntiere in einem gesundheitlich schlechten Zustand und treten bei den Jungtieren Durchfallerscheinungen auf, ist die obige Dosis um 30 bis 50 Prozent anzuheben. Gleichzeitig wird die Anwendungsdauer mindestens verdoppelt.

Direkte Eingabe im Notfall

Bei akut kranken Vögeln durch mangelnde Nahrungsaufnahme und bei schwächelndem Allgemeinzustand, verbunden mit einer Dysbakterie, empfiehlt es sich, PT-12 in den ersten drei Tagen dem Vogel direkt in den Schnabel oder Kropf (über Sonde) einzugeben. Dazu kann PT-12 in einer kleinen Menge Wasser gelöst werden. Diese Lösung ist sofort zu verabreichen, da die Lebensfähigkeit von Laktobazillen im wässrigen Milieu mit zunehmender Verweildauer abnimmt.

Die Dosis bei der direkten Eingabe beträgt pro Tag beim Kleinvogel (z. B. Kanarie, Wellen-sittich) maximal einen halben Messlöffel, beim Großsittich (z. B. Rosella, Nymphensittich) einen Messlöffel und kann beim Papagei (z. B. Kakadu, Ara) bis zu einem Drittel des Beutels betragen. Die Eingabe erfolgt einmal am Tag, kann aber auch im Notfall zweimal täglich erfolgen. Nach diesen drei Tagen sollte PT-12 über das Futter bis zur vollständigen Gesundung weiter verabreicht werden, aber mindestens drei Wochen lang.