{"id":474,"date":"2014-10-07T18:06:18","date_gmt":"2014-10-07T16:06:18","guid":{"rendered":"http:\/\/re-scha.de\/jungtaubenkrankheit-2\/"},"modified":"2017-03-27T20:45:10","modified_gmt":"2017-03-27T18:45:10","slug":"jungtaubenkrankheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/re-scha.de\/en\/jungtaubenkrankheit\/","title":{"rendered":"Jungtaubenkrankheit"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section][et_pb_row][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; background_layout=&#8221;light&#8221; text_orientation=&#8221;left&#8221; module_class=&#8221;re-scha-article&#8221;]<\/p>\n<h2>Artikel zur Jungtaubenkrankheit<\/h2>\n<p><em>Der nachstehende Text von Dipl.-Ing. agr. Ulrich Sch\u00e4fer wurde erstver\u00f6ffentlicht <\/em><br \/>\n<em>in der Zeitschrift \u201eDie Brieftaube\u201c, Ausgabe 25\/2006.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dipl.-Ing. agr. Ulrich Sch\u00e4fer<\/strong><\/p>\n<h4>Immunit\u00e4t und Antik\u00f6rper im Blut von Brieftauben<\/h4>\n<p>Die gesundheitlichen Probleme im Brieftaubensport rei\u00dfen nicht ab. Ein Dauerthema, das uns schon seit Jahren besch\u00e4ftigt, ist die Jungtaubenkrankheit. Wir wissen heute, dass ein Ausl\u00f6ser dieser Krankheit Prim\u00e4rerreger (z.B. E. coli, Salmonellen), Sekund\u00e4rerreger (z.B. Trichomonaden, Kokzidien) aber auch Viren sein k\u00f6nnen. Problematisch wird die Jungtaubenkrankheit, wenn Viren zu den Prim\u00e4r- oder Sekund\u00e4rerregern sto\u00dfen. Die Viren zu bek\u00e4mpfen ist \u00e4u\u00dferst schwierig. Ein geeigneter Impfstoff ist noch lange nicht in Sicht.<\/p>\n<p>Es besteht aber eine Chance ihren Wirkungsbereich einzud\u00e4mmen, indem versucht wird, die Immunit\u00e4t der Taube zu st\u00e4rken. Nun gibt es aber, was die Immunit\u00e4t betrifft, ein Problem: Immunit\u00e4t kann man nicht sehen. Vor diesem Hintergrund haben Frau Prof. Dr. Dr. Helga Gerlach und ich schon vor Jahren \u00dcberlegungen angestellt, wie Immunit\u00e4t messbar ist bzw. plastisch darstellbar ist.<\/p>\n<p>Wir sind von der Grundidee ausgegangen: Immunit\u00e4t steht in Beziehung zu Antik\u00f6rpern im Blutserum. Antik\u00f6rper, wie z.B. die gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus, sind ja messbar. Eine Ver\u00e4nderung eines bestimmten Antik\u00f6rpertiters ist also darstellbar. Vor diesem Hintergrund haben wir Jahr f\u00fcr Jahr erfolgsversprechende Immunmodulatoren gestestet. Die Ergebnisse waren, um es vorwegzunehmen, negativ. Wir haben keine Beeinflussung des Antik\u00f6rpertiters\u00a0 gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus feststellen k\u00f6nnen. Sollte es vielleicht das falsche Pr\u00fcfverfahren sein?<\/p>\n<p>Ein gl\u00fccklicher Zufall f\u00fchrte uns vor einem Jahr auf die richtige Spur. Herr Prof. Dr. Kaleta von der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Giessen, der uns in den Jahren vorher schon mit seinem Fachwissen begleitet hat und an seiner Universit\u00e4t die Antik\u00f6rpertests durchf\u00fchren lie\u00df, erkannte in den Versuchsergebnissen von 2004 relativ hohe und gleichm\u00e4\u00dfige Antik\u00f6rperwerte mit einer sehr geringen Varianz. Er wusste aus jahrelanger Erfahrung, dass die Streuung der Antik\u00f6rperwerte normalerweise relativ hoch ist.<\/p>\n<p>Was war im Jahr 2004 passiert? Die erste Charge meiner neuen Bakterienkultur (RS-12, lactobacillus salivarius) war fertiggestellt, und bevor ich sie f\u00fcr den Markt freigeben wollte, sollte sie in vivo (am Tier) auf Wirkung und Vertr\u00e4glichkeit\u00a0 getestet werden. F\u00fcr diesen Test hatte ich aber nur meine \u201eVersuchstauben\u201c, die sp\u00e4ter f\u00fcr den Immuntest ben\u00f6tigt wurden, zur Verf\u00fcgung. So hatten alle \u201eVersuchstauben\u201c in den letzten 2 Wochen vor offiziellem Versuchsbeginn in hoher Konzentration den RS-12-lactobacillus erhalten. Das Ergebnis in diesem Jahr war, dass zwischen Kontrollgruppe und den Versuchsgruppen hinsichtlich der Wirkung der Immunmodulatoren keine Unterschiede feststellbar waren, die Antik\u00f6rpertiter aber in allen Gruppen, auch in der Kontrollgruppe, relativ hoch und sehr ausgeglichen waren. Diese geringe Schwankungsbreite in den Antik\u00f6rpertiterwerten hatte Herrn Prof. Dr. Kaleta sehr nachdenklich gemacht, und er regte an, den Test nochmals in einem Jahr zu wiederholen. In diesem Test sollte aber dann der RS-12-lactobacillus auf m\u00f6gliche immunstimulierende Wirkung gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Diesen Test (im Jahr 2005) mit den entsprechenden Ergebnissen, die doch sehr viel Brisanz in sich bergen und sicherlich auch eine hei\u00dfe Diskussion entfachen werden, will ich hier darstellen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_toggle admin_label=&#8221;Toggle&#8221; title=&#8221;Versuchsanordnung&#8221; open=&#8221;off&#8221;]<\/p>\n<p><strong>1.1 Material<\/strong><br \/>\nF\u00fcr den Versuch standen 51 Jungtauben im Alter von 14-22 Wochen zur Verf\u00fcgung. Diese Jungtauben wurden nach dem Zufallsprinzip auf 3 Gruppen (1 Kontrollgruppe und 2 Versuchsgruppen) zu je 17 Tauben\u00a0 aufgeteilt.<br \/>\n<strong><br \/>\n1.2 Methoden und Behandlungen<\/strong><br \/>\nDen Tauben aller 3 Gruppen wurde von der Tier\u00e4rztin Dr. Ahrens-Hemmen (Paderborn\/Marienloh) an einem Stichtag Blut entnommen und aus dem sie Serum f\u00fcr die weiteren Untersuchungen herstellte. Das gewonnene Serum wurde in der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Giessen von Herrn Prof. Dr. Kaleta auf Antik\u00f6rper gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus Typ 1 (Stamm F) mit dem H\u00e4magglutinationstest (HAH-Test) untersucht.<br \/>\nNach der Kontrollblutentnahme wurden die Tauben aller 3 Gruppen von Frau Dr. Ahrens-Hemmen gegen Paramyxo geimpft.<br \/>\nDie Blutkontrollen auf Antik\u00f6rper gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus wurden bei allen Tauben der 3 Gruppen zweimal im Abstand von 4 Wochen nach Stichtag wiederholt.<\/p>\n<p><em>1.2.1 Kontrollgruppe<\/em><br \/>\nDie Kontrollgruppe erhielt nur die Paramyxo-Impfung.<\/p>\n<p><em>1.2.2 Versuchsgruppe 1<\/em><br \/>\nDer Versuchsgruppe 1 wurden 7 Tage vor und 14 Tage nach der Paramyxo-Impfung in einer Dosis von 2 x 108 \/Taube und Tag RS-12-Laktobazillen appliziert.<br \/>\nMit einer Unterbrechung der RS-12-Behandlung von 21 Tagen erhielt die Versuchsgruppe 1 nochmals bis zur 3.Blutuntersuchung 3 Wochen in der obigen Dosis RS-12-Laktobazillen appliziert.<\/p>\n<p><em>1.2.3 Versuchsgruppe 2<\/em><br \/>\nHinsichtlich der Applikation der RS-12-Laktobazillen wurde in der Versuchsgruppe 2 genauso verfahren wie in der Gruppe 1. Das hei\u00dft: sie erhielt 2 x \u00fcber 3 Wochen\u00a0 in der gleichen Zeit die RS-12-Laktobazillen appliziert.<br \/>\nUm zu sehen, inwieweit sich eine optimal ausgerichtete Futtererg\u00e4nzung auf die Bildung der oben erw\u00e4hnten Antik\u00f6rper auswirkt, wurde in dieser Versuchsgruppe das K\u00f6rnerfutter 7 Tage vor und 14 Tagen nach der Paramyxo-Impfung erg\u00e4nzt durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Eiwei\u00df \u00fcber Hefeprodukte<\/li>\n<li>Beta-Glucane als Isolat aus Hefezellw\u00e4nden<\/li>\n<li>einen Aminos\u00e4urepool aus 17 verschiedenen essentiellen und nicht essentiellen Aminos\u00e4uren<\/li>\n<li>Vitamin C in organisch hoch verf\u00fcgbarer Form<\/li>\n<li>Selen in organisch gebundener Form<\/li>\n<li>Spurenelemente als Chelate und Jod in organisch gebundener Form<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle admin_label=&#8221;Toggle&#8221; title=&#8221;Versuchsergebnisse&#8221; open=&#8221;off&#8221;]<\/p>\n<p><strong>2.1 Kontrollgruppe<\/strong><br \/>\nDie Tabelle 1 zeigt, dass alle Tauben dieser Gruppe am Stichtag (= 1. Blutuntersuchung), das hei\u00dft, vor der Paramyxo-Impfung einen HAH-Titer &lt;1 hatten. Das bedeutet, die Tauben hatten im Serum zu Beginn des Testes keine Antik\u00f6rper gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus vom Typ 1 (Stamm F).<br \/>\nBei der 2.Untersuchung (4 Wochen nach Paramyxo-Impfung) konnte bei 14 Tauben dieser Gruppe eine ausreichende Antik\u00f6rpermenge festgestellt werden. Bei 3 Tauben lag der HAH-Titer bei 3. Ber\u00fccksichtigt man nun die Faustregel, dass ein HAH-Titer von &gt; 3 f\u00fcr eine ausreichende Immunisierung schon vorhanden sein sollte, so ist dies Ergebnis nicht zufriedenstellend.<br \/>\nDie 3.Blutuntersuchung sollte eine Aussage dar\u00fcber treffen, inwieweit die Antik\u00f6rperwerte im Blut stabil sind. Man sieht deutlich in der Tabelle, dass der HAH-Titer bei allen Tauben gesunken ist. Nur bei 2 Tauben konnte ein noch zufriedenstellender HAH-Titer-Wert ermittelt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"tab1.gif\" src=\"https:\/\/re-scha.de\/bilder\/tab1.gif\" alt=\"tab1.gif\" width=\"555\" height=\"399\" border=\"0\" \/><br \/>\n<strong><br \/>\n2.2 Versuchsgruppe 1<\/strong><br \/>\nWie die Tabelle 2 zeigt, konnten bei der 1.Blutuntersuchung am Stichtag vor der Paramyxo-Impfung keine Antik\u00f6rper gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus vom Typ 1 gefunden werden.<br \/>\nDie 2.Blutuntersuchung zeigte bei allen Tauben dieser Gruppe ausreichend hohe Antik\u00f6rpertiter-Werte an. Bemerkenswert ist, dass der Antik\u00f6rpertiter innerhalb der Gruppe sehr ausgeglichen war. Antik\u00f6rpertiter mit einer derartigen geringen Varianz innerhalb einer Untersuchungsgruppe findet man laut Aussage von Herrn Prof. Dr. Kaleta normalerweise nicht.<br \/>\nBeachtenswert ist ebenfalls, dass in der Versuchsgruppe 1 der absolute durchschnittliche HAH-Titer um ca. 25 % h\u00f6her liegt als in der Kontrollgruppe.<br \/>\nBei der 3.Blutuntersuchung (= 8 Wochen nach der Paramyxo-Impfung) konnten keine nennenswerten Antik\u00f6rper mehr gefunden werden. Hierzu werde ich in der sp\u00e4teren Diskussion noch \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"tab2.gif\" src=\"https:\/\/re-scha.de\/bilder\/tab2.gif\" alt=\"tab2.gif\" width=\"555\" height=\"400\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><strong>2.3 Versuchsgruppe 3<\/strong><br \/>\nAuch in dieser Gruppe waren bei der 1.Untersuchung im Blutserum der Tauben keine Antik\u00f6rper gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus vom Typ 1 nachweisbar.<br \/>\nDie 2.Untersuchung (4 Wochen nach Paramyxo-Impfung) zeigte, dass der Antik\u00f6rpertiter so hoch lag, dass f\u00fcr alle Tauben dieser Gruppe gen\u00fcgend Impfschutz vorhanden war. Die Ergebnisse waren hier praktisch nahezu identisch mit der Versuchsgruppe 1. Die Antik\u00f6rpertiter-Werte lagen auch hier um durchschnittlich ca. 25% h\u00f6her als in der Kontrollgruppe.<br \/>\nBei der 3.Blutuntersuchung war ein deutliches Absinken der Antik\u00f6rper, wie auch in den vorherigen Gruppen, zu beobachten. Der Sturz war aber nicht ganz so heftig, wie in der Versuchsgruppe 1. Bemerkenwert ist, dass nur eine Taube den anzustrebenden Grenzwert von 4 des\u00a0 HAH-Titers erreicht hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"tab3.gif\" src=\"https:\/\/re-scha.de\/bilder\/tab3.gif\" alt=\"tab3.gif\" width=\"555\" height=\"398\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][et_pb_toggle admin_label=&#8221;Toggle&#8221; title=&#8221;Diskussion der Ergebnisse&#8221; open=&#8221;off&#8221;]<\/p>\n<p>Die Versuche sollten zeigen, inwieweit spezielle Laktobazillen einen Einfluss auf Antik\u00f6rper im Blut von Tauben und damit auf die Immunit\u00e4t nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Beteiligten war \u00fcberraschend, dass es m\u00f6glich ist, \u00fcber spezielle Laktobazillen (RS-12-Laktobazillen) die Antik\u00f6rperproduktion in diesem Umfang zu steigern. Eine Erh\u00f6hung der Antik\u00f6rperproduktion bedeutet gleicherma\u00dfen eine bessere Immunit\u00e4t f\u00fcr die Tauben.<\/p>\n<p>Die Futterzus\u00e4tze in der Versuchsgruppe 2 haben keinen zus\u00e4tzlichen Produktionsschub an Antik\u00f6rpern gebracht. Was die Beta-Glucane anbetrifft, war das f\u00fcr uns auch in diesem Fall keine \u00dcberraschung, da in den Tests vorangegangener Jahren diese speziellen Glucane aus Hefezellw\u00e4nden auch keinen Anstieg der Antik\u00f6rper gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus bewirkt haben.<br \/>\nBemerkenswert war, dass in allen 3 Gruppen die Antik\u00f6rper-Werte von der 2. zur 3.Blutuntersuchung sich deutlich verringert haben. So hatten bei der 3.Blutuntersuchung von 51 Tauben nur noch 3 Tauben akzeptable Antik\u00f6rper-Titer-Werte.<br \/>\nAllgemein ist bekannt, dass Antik\u00f6rper abgebaut werden, wenn der Stoffwechsel hochgefahren wird. So ist auch das Absinken des Antik\u00f6rper-Titers in den beiden Versuchsgruppen erkl\u00e4rbar. Die Laktobazillen, in dieser hohen Dosis und in den kurz hintereinander geschalteten langen Applikationsintervallen, haben f\u00fcr eine intensive Stoffwechselbelebung gef\u00fchrt. Dies ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie es nicht gemacht werden sollte.<\/p>\n<p>Dazu muss man folgendes verstehen: Die Immunit\u00e4t kann nur kurzfristig hochgefahren werden. Man muss sie auch wieder sinken lassen. Dies muss ein st\u00e4ndiges Wechselspiel sein.\u00a0 Wird versucht, die Immunit\u00e4t auf einen hohen Pegel anzusiedeln, reagiert die Immunit\u00e4t auf \u00e4u\u00dfere Reize auf die Dauer nicht mehr. Es ist ein Fehler, wenn der Taubenz\u00fcchter versucht, angespornt durch die Werbeversprechen, st\u00e4ndig den Tauben Produkte zur Immunstimulierung zu verabreichen. Das Immunsystem wird abstumpfen und nur noch eine geringe oder im schlimmsten Fall gar keine Reaktion mehr zeigen.<\/p>\n<p>Wie wir aber gesehen haben, ist es m\u00f6glich, \u00fcber die RS-12-Laktobazillen regulierend in das Immunsystem einzugreifen. F\u00fcr die Applikation der Laktobazillen zur Immunsensibilisierung bleibt festzuhalten, dass sie ohne Probleme einmal \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum und in einer entsprechend hohen Dosis verabreicht werden k\u00f6nnen. Man muss jedoch bei l\u00e4ngeren Applikationsintervallen auch l\u00e4ngere Pausen zwischen den Behandlungen einhalten. Eine andere M\u00f6glichkeit besteht darin, dass die Laktobazillen nur \u00fcber einen kurzen Applikationszeitraum (z.B. 2 x w\u00f6chentlich) gegeben werden; so wie ich es in der Brieftaubenreise vorsehe. F\u00fcr ein funktionierendes Immunsystem ist es also wichtig, Inputs zu setzen.\u00a0 Eine st\u00e4ndige Zugabe von sogenannten Immunmodulatoren wird f\u00fcr das Immunsystem nicht f\u00f6rderlich sein.<\/p>\n<p>Ich denke, der Weg \u00fcber spezielle Laktobazillen die Immunit\u00e4t der Taube zu f\u00f6rdern, wird einer der richtigen sein, wie die wissenschaftlichen Versuche gezeigt haben. Eine bessere Immunit\u00e4t der Taube wird sicherlich auch zu einer Linderung unseres Jungtaubenkrankheitsproblem beitragen.<\/p>\n<p>Dieser Bericht soll vor allem die Taubenz\u00fcchter dazu anregen, \u00fcber Immunit\u00e4t einmal nachzudenken. Immunit\u00e4t ist, wie oben schon gesagt, nicht mit dem menschlichen Auge sichtbar. Das diese aber messbar, bzw. in Zahlen auszudr\u00fccken ist, haben die obigen Tests bewiesen.<\/p>\n<p>Bedanken m\u00f6chte ich mich an dieser Stelle vor allem bei Prof. Dr. Kaleta, Prof. Dr. Dr. Gerlach und Dr. Ahrens-Hemmen, die mich bei den \u201eImmuntests\u201c der letzten Jahre\u00a0 immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.<\/p>\n<p>[\/et_pb_toggle][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Artikel zur Jungtaubenkrankheit Der nachstehende Text von Dipl.-Ing. agr. Ulrich Sch\u00e4fer wurde erstver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift \u201eDie Brieftaube\u201c, Ausgabe 25\/2006. Dipl.-Ing. agr. Ulrich Sch\u00e4fer Immunit\u00e4t und Antik\u00f6rper im Blut von Brieftauben Die gesundheitlichen Probleme im Brieftaubensport rei\u00dfen nicht ab. Ein Dauerthema, das uns schon seit Jahren besch\u00e4ftigt, ist die Jungtaubenkrankheit. Wir wissen heute, dass [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><em>Der nachstehende Text von Dipl.-Ing. agr. Ulrich Sch\u00e4fer wurde erstver\u00f6ffentlicht <\/em><br \/> <em>in der Zeitschrift \u201eDie Brieftaube\u201c, Ausgabe 25\/2006.<\/em><\/p><p><strong>Dipl.-Ing. agr. Ulrich Sch\u00e4fer<\/strong><\/p><h4>Immunit\u00e4t und Antik\u00f6rper im Blut von Brieftauben<\/h4><p>Die gesundheitlichen Probleme im Brieftaubensport rei\u00dfen nicht ab. Ein Dauerthema, das uns schon seit Jahren besch\u00e4ftigt, ist die Jungtaubenkrankheit. Wir wissen heute, dass ein Ausl\u00f6ser dieser Krankheit Prim\u00e4rerreger (z.B. E. coli, Salmonellen), Sekund\u00e4rerreger (z.B. Trichomonaden, Kokzidien) aber auch Viren sein k\u00f6nnen. Problematisch wird die Jungtaubenkrankheit, wenn Viren zu den Prim\u00e4r- oder Sekund\u00e4rerregern sto\u00dfen. Die Viren zu bek\u00e4mpfen ist \u00e4u\u00dferst schwierig. Ein geeigneter Impfstoff ist noch lange nicht in Sicht.<\/p><p>Es besteht aber eine Chance ihren Wirkungsbereich einzud\u00e4mmen, indem versucht wird, die Immunit\u00e4t der Taube zu st\u00e4rken. Nun gibt es aber, was die Immunit\u00e4t betrifft, ein Problem: Immunit\u00e4t kann man nicht sehen. Vor diesem Hintergrund haben Frau Prof. Dr. Dr. Helga Gerlach und ich schon vor Jahren \u00dcberlegungen angestellt, wie Immunit\u00e4t messbar ist bzw. plastisch darstellbar ist.<\/p><p>Wir sind von der Grundidee ausgegangen: Immunit\u00e4t steht in Beziehung zu Antik\u00f6rpern im Blutserum. Antik\u00f6rper, wie z.B. die gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus, sind ja messbar. Eine Ver\u00e4nderung eines bestimmten Antik\u00f6rpertiters ist also darstellbar. Vor diesem Hintergrund haben wir Jahr f\u00fcr Jahr erfolgsversprechende Immunmodulatoren gestestet. Die Ergebnisse waren, um es vorwegzunehmen, negativ. Wir haben keine Beeinflussung des Antik\u00f6rpertiters\u00a0 gegen das avi\u00e4re Paramyxovirus feststellen k\u00f6nnen. Sollte es vielleicht das falsche Pr\u00fcfverfahren sein?<\/p><p>Ein gl\u00fccklicher Zufall f\u00fchrte uns vor einem Jahr auf die richtige Spur. Herr Prof. Dr. Kaleta von der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Giessen, der uns in den Jahren vorher schon mit seinem Fachwissen begleitet hat und an seiner Universit\u00e4t die Antik\u00f6rpertests durchf\u00fchren lie\u00df, erkannte in den Versuchsergebnissen von 2004 relativ hohe und gleichm\u00e4\u00dfige Antik\u00f6rperwerte mit einer sehr geringen Varianz. Er wusste aus jahrelanger Erfahrung, dass die Streuung der Antik\u00f6rperwerte normalerweise relativ hoch ist.<\/p><p>Was war im Jahr 2004 passiert? Die erste Charge meiner neuen Bakterienkultur (RS-12, lactobacillus salivarius) war fertiggestellt, und bevor ich sie f\u00fcr den Markt freigeben wollte, sollte sie in vivo (am Tier) auf Wirkung und Vertr\u00e4glichkeit\u00a0 getestet werden. F\u00fcr diesen Test hatte ich aber nur meine \u201eVersuchstauben\u201c, die sp\u00e4ter f\u00fcr den Immuntest ben\u00f6tigt wurden, zur Verf\u00fcgung. So hatten alle \u201eVersuchstauben\u201c in den letzten 2 Wochen vor offiziellem Versuchsbeginn in hoher Konzentration den RS-12-lactobacillus erhalten. Das Ergebnis in diesem Jahr war, dass zwischen Kontrollgruppe und den Versuchsgruppen hinsichtlich der Wirkung der Immunmodulatoren keine Unterschiede feststellbar waren, die Antik\u00f6rpertiter aber in allen Gruppen, auch in der Kontrollgruppe, relativ hoch und sehr ausgeglichen waren. Diese geringe Schwankungsbreite in den Antik\u00f6rpertiterwerten hatte Herrn Prof. Dr. Kaleta sehr nachdenklich gemacht, und er regte an, den Test nochmals in einem Jahr zu wiederholen. In diesem Test sollte aber dann der RS-12-lactobacillus auf m\u00f6gliche immunstimulierende Wirkung gepr\u00fcft werden.<\/p><p>Diesen Test (im Jahr 2005) mit den entsprechenden Ergebnissen, die doch sehr viel Brisanz in sich bergen und sicherlich auch eine hei\u00dfe Diskussion entfachen werden, will ich hier darstellen.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-474","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=474"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":820,"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/474\/revisions\/820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/re-scha.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}